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Immer dieses Gefühl, kurz vor Silvester: Irgend etwas ist schon wieder vorbei! Es heißt ja, dass wir das Vergehen der Zeit als immer schneller empfinden, je älter wir werden. Marc Wittmann vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg leitete eine Studie zur Zeitwahrnehmung bei zunehmendem Alter und formulierte: “Erlebt man wenig Neues, Aufregendes, bleiben auch weniger Erinnerungen, und im Rückblick erscheint die Zeitspanne kürzer. Je mehr Neues und Emotionales man erlebt, desto mehr prägt sich im Gedächtnis ein – und desto länger wirkt ein Zeitraum im Nachhinein.“ Wirken die Jahre also immer stumpfer und „kürzer“, weil wir in Routinen ohne bemerkenswerte Erlebnisse unterwegs sind?

Sylter Sunset

Die Jahresrückblicke aller Art wollen uns daran erinnern, dass irgendwo immer etwas los ist, was uns einen Adrenalinausstoß abverlangt. Aber solange die Ereignisse äußerlich sind, bleiben sie zu uns – und wir zu ihnen – auf Abstand, egal wie inflationär die Medien uns damit versorgen. Oder verbirgt sich dahinter eine verzerrte Form dessen, was uns in den „Rauhnächten“, der Zeit zwischen den Jahren, in den tieferen Schichten unseres Wesens umtreibt? Für diese Zeit gibt es unterschiedliche Beschreibungen und je nach Region und Gemeinschaft auch unterschiedliche Bräuche. Gemeinsam ist ihnen, dass es eine Zeit der Besinnung ist, um Rückblick auf das vergangene Jahr zu halten und einen offenen Blick auf das kommende.

Mir tut es sehr gut, das Innehalten, und in der Langsamkeit achtsam zu werden, dabei besonders den rauhnächtlichen Träumen Raum zu geben, sie aufzuschreiben. Still zu sitzen und die Rauchzeichen von Salbei, Sandelholz und Weihrauch zu beobachten.

Auf Reisen dehnt sich die Zeitwahrnehmung aus

Mein persönliches 2018 war rückblickend ein sehr langes, weil (neben den üblichen Routinen) mit viel Neuem, Schönem gefülltes Jahr. Zusammengerechnet war ich vier Monate des Jahres unterwegs, meist aus beruflichem Anlass. Dazu gehörten 34 Tage Teamschulungen und Mitarbeiter-Coachings im Hotel Elbresidenz in Bad Schandau, 22 Tage mit Liquid Bodywork Trainings und Seminaren im „Living Senses“ Zentrum am Starnberger See. Nach Zürich ging es für drei spannende Wochen mit einer Urlaubsvertretung in einem Bed & Breakfast. In Rogla/Slovenien durfte ich Liquid Bodywork beim ANA Congress im Mai mit Linda Tellington-Jones vorstellen.

Präsentation beim ANA Congress in Rogla

Ungefähr 200 Einzelsessions, Aqua Wellness und Hawaiian Bodywork habe ich in diesem Jahr gegeben, die meisten in Bad Sulza. Und seit November gibt es sechs neue zertifizierte Aqua Wellness Bodyworker Advanced, die nach zwei Jahren Training ihren Abschluss gemacht haben. Insgesamt – das bringt mein Beruf nun einmal mit sich – habe ich ca. 40 Tage im Wasser unterrichtet, Einzel- oder Gruppensessions gegeben oder Vollmondkonzerten gelauscht.

Zeit mit Familie und Freunden

Mit Mama auf Sylt

Es gab auch private Meilensteine. Im Februar durfte ich den 90 jährigen Geburtstag meiner Freundin Inge auf Sylt feiern. Besonders schön war es, diese Reise mit meiner Mutter zu machen, mit der ich in diesem Jahr soviel Zeit wie möglich – unterwegs und im Alltag – verbrachte.

Schnee im März am Strand von Usedom

Vier Tage an der winterlichen Ostsee Anfang März waren eine wunderbare Quality Time mit meiner Freundin Susann. Der Mai schenkte mir ein Hochzeitstagswochenende mit meinem Mann auf einer Burg am Rhein. Und wie jedes Jahr ein Pflichttermin: Das  Fulldome-Festival in Jena. Im Juni freuten wir uns über eine Eiserne Hochzeit, die Braunschweig gefeiert wurde, einen Berlin Besuch und ein paar Tage in Mainfranken, wo Wandern, Main und Wein prima zusammen passen. Von da ging es nach Idar-Oberstein. Das Haus meiner Großmutter, die im Alter von fast 95 Jahren gestorben war, wurde verkauft. In einer gemeinsamen Familienaktion wurde ausgeräumt und  Abschied genommen. Das hat mich sehr bewegt – schließlich bin ich in diesem Haus vor 59 Jahren zur Welt gekommen.

Herausragender Höhepunkt des Jahres war die Jubiläumsfeier zum zwanzigjährigen Bestehen des Instituts für Aqua Wellness.
Mit vielen Freundinnen und Weggefährten aus dieser Zeit zusammen im Wasser und an Land zu feiern, war mir ein Fest.

Jubiläumsfestrede mit emotionalen Elementen

Dabei entstand ein 360° Film von der Gruppensession im Liquid Sound Tempel am Sonntagmorgen, Mohammad Jaradat hat für salve.tv und toskanaworld einen wunderbaren Mitschnitt gemacht, immersiv im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einem Mobilgerät (über die youtube app) kann man sich im virtuellen Pool nach links und rechts, oben und unten drehen und alle Perspektiven sehen. Auf dem Computer geht das Bewegen im Bild mit der Maus oder über die Pfeile. Sie sind zum Rundum-Eintauchen und Mitfloaten herzlich eingeladen:
Liquid Bodywork 360

Das Leben ist schön

Was sonst noch geschah? Diese Website mit Blogfunktion wurde fertiggestellt. Zur Zeit arbeite ich an der englischen Fassung. Im November haben wir 25 Jahre Liquid Sound mit einem wunderbaren Liquid Sound Festival gefeiert. Nicht zu vergessen die ganz vielen kostbaren Momente mit geliebten Menschen. Abschiede, Trauer. Neue Erdenkinder, Hoffnungen, Träume. Zuversicht.

Abendstimmung am Starnberger See

Im Gewahrsein, dass das Weltgeschehen uns weiterhin seltsame Kapriolen bestaunen lässt, Herausforderungen bescheren und Kopfschütteln hervorrufen wird: Das Leben ist schön. Am besten, wir machen mit dem weiter, was wir am besten können. Anderes lassen wir bleiben – oder wir lernen es, und lernen es zu lieben. Ich wünsche mir und Ihnen eine friedliche, gesunde und glückliche Zeit, mit vielen bemerkenswerten und emotionalen Erlebnissen, die das neue Jahr lebenswert machen. Die ein oder andere Routine wird schon auch dabei sein. So, dass wir in einem Jahr sagen können:

Danke, 2019!

 

Thank you, 2018!

Always this feeling, shortly before New Year’s Eve: Something is already over! It is said that the older we get, the faster we feel the passing of time. Marc Wittmann from the Institute for Border Areas of Psychology and Psychohygiene in Freiburg led a study on the perception of time with increasing age and formulated: “If you experience little that is new and exciting, you also have fewer memories, and in retrospect the time span seems shorter. The more new and emotional you experience, the more you remember – and the longer a period of time has an effect in retrospect”.

So do the years seem ever duller and “shorter” because we are travelling in routines without remarkable experiences?

The annual reviews of all kinds want to remind us that there is always something going on somewhere that demands an adrenaline rush from us. But as long as the events are external, they remain at a distance to us – and we to them – no matter how inflationary the media supply us with them. Or is there a distorted form of what drives us in the “rough nights”, the time between the years, in the deeper layers of our being? There are different descriptions of this time and different customs depending on the region and community. What they have in common is that it is a time of reflection to look back on the past year and to look forward to the future.

It is very good for me to pause and become attentive in the slowness. Especially to give space to the rough night dreams, to write them down. To sit still and observe the smoke signals of sage, sandalwood and incense.

On tour

My personal 2018 was in retrospect a very long year because (besides the usual routines) it was filled with much new, beautiful things. Taken together, I spent four months of the year on the road, mostly for professional reasons. These included 34 days of team training and employee coaching at the Hotel Elbresidenz in Bad Schandau. 22 days of liquid bodywork training and seminars at the “Living Senses” centre on Lake Starnberg. We went to Zurich for three exciting weeks with a holiday replacement in Dakinis Bed & Breakfast. In Rogla/Slovenia I was allowed to present Liquid Bodywork at the ANA Congress in May with Linda Tellington-Jones. I gave about 200 individual sessions, Aqua Wellness and Hawaiian Bodywork this year, most of them in Bad Sulza. And there are six new certified Aqua Wellness Bodyworker Advanced since November, who graduated after two years of training.

All in all – which is what my profession brings with it – I have taught in the water for about 40 days, given individual or group sessions or listened to full moon concerts.

Time with friends and family

There were also private milestones. In February I was able to celebrate the 90th birthday of my friend Inge on Sylt. It was especially nice to make this trip with my mother, with whom I spent as much time as possible this year – on the road and in everyday life. Four days at the wintry Baltic Sea at the beginning of March was a wonderful Quality Time with my friend Susann. May gave me a wedding day weekend with my husband at a castle on river Rhine. And like every year a compulsory date: The Fulldome-Festival in Jena. In June we were happy about an „iron wedding“ (65 years), which was celebrated in Braunschweig, a visit to Berlin and a few days in Mainfranken, where hiking, Main and wine fit perfectly together. From there I went to Idar-Oberstein. The house of my grandmother, who had died at the age of almost 95 years, was sold. In a common family action the house was cleared out and I took farewell from this place. That moved me a lot – after all, I was born in this house 59 years ago.

Celebration

The outstanding highlight of the year was the celebration of the 20th anniversary of the Institute for Aqua Wellness.
To celebrate with many friends and companions from this time together in the water and on land was my special pleasure.
A 360° film of the group session in the Liquid Sound Temple on Sunday morning was created, Mohammad Jaradat made a wonderful recording for salve.tv and toskanaworld, immersive in the truest sense of the word. With a mobile device (via the youtube app) you can turn left and right, up and down in the virtual pool and see all perspectives. On the computer you can move the picture with the mouse or over the arrows. You are cordially invited to immerse yourself and float along:
Liquid Bodywork 360

Life is beautiful

What else happened? This website with blog function was finished. I’m currently working on the English version. In November we celebrated 25 years of Liquid Sound with a wonderful Liquid Sound Festival. Not to forget the many precious moments with loved ones. Farewells, grief. New births, hopes, dreams. Confidence.

Aware that world affairs will continue to amaze us with strange capers, challenges and astonishment: Life is beautiful. Best of all, we continue with what we do best. Others we let remain – or we learn it, and learn to love it. I wish myself and you a peaceful, healthy and happy time, with many remarkable and emotional experiences that make the New Year worth living. One or the other routine will already be there. So that we can say in one year:

Thank you, 2019!

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